DIE FURCHE launcht Website mit einzigartigem „Navigator“

Rund 300 Gäste (darunter Hugo Portisch und Hubert von Goisern) waren mit dabei, als die österreichische Wochenzeitung DIE FURCHE gestern im Wiener Museumsquartier nicht nur eine rundumerneuerte Printausgabe präsentierte, sondern auch das Herzstück ihrer Digitalstrategie: den FURCHE-Navigator. Die Idee: Der größte Schatz der FURCHE, das reichhaltige Archiv mit Texten von Václav Havel, Kardinal König, Ilse Aichinger, Viktor Frankl oder Heinz Fischer, soll gehoben und für alle FURCHE-Leserinnen und -Leser zugänglich gemacht werden. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz werden Beiträge mit ähnlichen Inhalten automatisiert verknüpft und dargestellt. Mit dem FURCHE-Navigator kann man durch 75 Jahre Zeitgeschichte reisen, die letzten 20 Jahre sind bereits online.

Die Leserinnen und Leser können durch diese „Zeitmaschine“ also nicht nur journalistische Perlen finden und sich online in der Geschichte verlieren, sondern auch neue Zusammenhänge oder Widersprüche entdecken. „Unser Projekt ist deshalb so spannend, weil aktuelle Debatten durch diese historische Perspektive in völlig neuem Licht erscheinen können“, betont die neue FURCHE-Chefredakteurin Doris Helmberger-Fleckl. „Es verändert etwa die Perspektive, wenn man sieht, wie deutlich sich im Laufe der Zeit die Assoziationen zum Thema ,Islam' verändert haben. Oder wenn man umgekehrt liest, dass schon 1998 nach der Klimakonferenz von Kyoto endlich Maßnahmen eingemahnt wurden – mit fast identen Worten wie heute.“ 

Als zusätzlichen Service für die Leserinnen und Leser bietet die FURCHE-Redaktion auf ihrer Website auch regelmäßig neue „Diskurspakete“ an, die alle relevanten Beiträge aus der FURCHE-Geschichte zu einem aktuellen Thema beinhalten. Derzeit sind das etwa Beiträge über den neuen Literaturnobelpreisträger Peter Handke oder das Thema Klimawandel. 

„Das Besondere des Projekts ist die einzigartige Verschränkung von journalistischer Kompetenz und technologischem Know-how“, sagt FURCHE-Geschäftsführerin Nicole Schwarzenbrunner. „Ich bin davon überzeugt, dass es neben unseren treuen Leserinnen und Lesern viele Menschen gibt, die noch gar nicht wissen, dass sie die FURCHE lesen möchten. Und auch diese wollen wir ansprechen.“ 
 

Foto (c) Kati Bruder