Content is the King, Curation is the Joker

Diesen Grundsatz sollen sich Marketer im Kopf behalten, wenn sie eine Blog- oder Social-Media-Kampagne planen. Das Wiener Unternehmen „influence.vision“, an dem die Styria Media Group seit Jänner 2019 mit 23 Prozent beteiligt ist, hat sich genau auf diese Kampagnen spezialisiert und will Unternehmern bei der Vermittlung von Influencern eine seriöse und transparente Plattform bieten: „Wir sind die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Influencern“, erklärt Gründer Florian Bösenkopf den Zweck seines Unternehmens. Zusammen mit Mitbegründer Branko Markovic und Marketing-Managerin Lena Lucki veranstaltete er nun den Workshop „Erfolgsfaktoren im Influencer Marketing“ im Skyroom des Styria Media Center Graz.

Beim Begriff „Influencer“ denkt man meistens zuerst an Instagramer mit hoher Reichweite, die ihren Lifestyle erfolgreich vermarkten und damit womöglich ein Vermögen kassieren. Das stimmt allerdings nicht ganz. Influencer bedeutet viel mehr als das: Die Aufgabe besteht darin, durch Content und Kommunikationsstrategien das Vertrauen der User zu gewinnen. Großteils agieren Influencer auf sozialen Medien, jedoch sind sie ebenso auf Blogs, Foren, eigenen Homepages und Events unterwegs. „Ein Influencer ist nicht einfach eine Person mit einem profitablen Instagram-Accout. Ein Influencer ist ein kleines Medienhaus“, klärt Bösenkopf auf und betont dabei die Wichtigkeit der Crossmedialität, also das Verteilen von Content auch auf klassischen Medien. 

„Influencer-Marketing ist kein Trend, sondern eine Medienrevolution“
Nach dem rasanten Aufstieg des Influencer-Marketings in den vergangenen zwei bis drei Jahren wächst in den Medien Kritik. Manche sprechen sogar von einem Trend, der aber allmählich verblasst. Das Gegenteil sei der Fall. Die Budgets, die in Influencer -Marketing investiert werden, steigen immer weiter: „Zwar fallen ca. 25 Prozent der Influencer-Marketingimpulse unter Lifestyle und Fashion, jedoch fokussieren sich Influencer immer mehr auf Special-Interest, also zielgruppengerechtes Marketing.“ Das Marketing solle sich also auch hier nach den Interessen der jeweiligen Zielgruppe richten, „egal ob Sport, Tech, Finance oder sogar Recruiting und Employer Branding“. Ziel sei es, dadurch mit dem User in Dialog zu treten und dessen Passion zu finden. Dabei zählen für Auftraggeber nicht die Likes und Follower des potentiellen Influencers, sondern der Content sowie die Community und wie mit dieser kommuniziert wird. 

Seit dem Aufschwung des Influencer-Marketings seien Fake-Follower ein großes Problem, diese verzerrten nämlich das Bild und dürfen somit „keinen Einfluss auf unsere Klienten haben. Wir versuchen das zu verhindern“. Außerdem seien Influencer nicht nur „Werbekanäle“, sondern können sich auch selbst zu namhaften Personen entwickeln: Stichwort „Personal Branding“. Die Plattform wurde entwickelt, damit Unternehmen genauer abschätzen können, was sie für ihre Influencer-Kampagne benötigen.
Florian Bösenkopf, Branko Markovic und Lena Lucki haben deshalb die Vision, mit ihrer Onlineplattform Unternehmen dabei zu helfen, in diesem riesigen Meer an potentiellen Influencern, die passenden Influencer zu finden und somit die Kampagnenplanung einfacher und risikoärmer zu gestalten.  

Informationen über influence.vision, ihre Plattform und ihre nächsten Events finden Sie hier.