10 Jahre STYRIA in Montenegro: Kampf für unabhängigen und freien Journalismus

Anschläge, Drohungen, Mafiamethoden: Regierungskritisch zu berichten, das war in Montenegro lange Zeit gefährlich. Umso bemerkenswerter ist, dass die Tageszeitung Vijesti (zu Deutsch: „Nachrichten“) als eines der wenigen verbliebenen unabhängigen Medien im Land ihre Berufung niemals aufgab: Missstände, Machenschaften und Skandale aufzudecken – und mutig für Pressefreiheit in dem jungen Staat an der Adria einzutreten. Geschäftsführer und Herausgeber Željko Ivanović etwa war selbst einem Attentat nur mit Glück entkommen.

Seit 10 Jahren hält die STYRIA nun schon einen 25-Prozent-Anteil an der Mediengruppe, die es wiederum seit 20 Jahren gibt. Ein Umstand, den es jüngst in Podgorica zu feiern galt. „Vijesti hat in den vergangenen zehn bis 15 Jahren unter enormem Druck darum gekämpft, die journalistische Unabhängigkeit zu verteidigen“, würdigt der ressortzuständige STYRIA-Vorstand Klaus Schweighofer die Arbeit der montenegrinischen Kollegen. Bei seinem Besuch in der Hauptstadt des Balkan-Staates, der in etwa so groß ist wie Tirol, kamen nun auch von Seiten der Politik positive Signale: Gemeinsam mit Ivanović war Schweighofer beim neuen Premierminister Duško Marković geladen, der als erster Regierungschef des Landes ein klares Bekenntnis zu Vijesti und zu kritischem Journalismus abgab. Schweighofer: „Ein Termin, der Mut macht.“

Bei der abendlichen Jubiläumsveranstaltung war das offizielle Montenegro nahezu vollständig vertreten – unter anderem mit Vizepremier bzw. Justizminister Zoran Pažin. Schweighofer betonte dabei nochmals, wie wichtig die Beteiligung der STYRIA an Vijesti ist: „Unabhängigkeit und die Meinungs- sowie die journalistische Freiheit sind Teil unseres Gründungsauftrags. In diesem Sinne sehen wir unser Investment als Unterstützung der Journalisten von Vijesti und als einen Beitrag zur Demokratisierung der Region.“