 |
|
Es müsse weiterhin einen Qualitätsjournalismus geben, der sich gegenüber einem „Dienstleistungsjournalismus“ abgrenze, gab Kurt Wimmer den Kollegen anlässlich seines Abschiedsfestes und der Feier zu seinem 65. Geburtstag mit auf den Weg. Eine Veranstaltung, die einmal mehr deutlich machte, wie sehr Kurt Wimmer mit der „Kleinen Zeitung“ das Leben in der Steiermark mitgeprägt hatte, erschienen doch Würdenträger aus Kirche und Politik, Gesellschaft und Journalismus, um ihn beim Übertritt in den Ruhestand zu feiern.
Begonnen hatte alles 1958, als der gebürtige Linzer nach Abschluss seines Geschichte-Studiums eine Blitzkarriere in der „Kleinen Zeitung“ begann. Nur sechs Jahre in der Lokalredaktion und im Politik-Ressort brauchte es, bevor Kurt Wimmer zum stellvertretenden Chefredakteur an die Seite von Fritz Csoklich berufen wurde. Eine Verbindung, die drei Jahrzehnte lang erfolgreich halten sollte und als erfreuliches
Ergebnis die Stellung der „Kleinen Zeitung“ als größte
Bundesländerzeitung zur Folge hatte. Jahre, in denen Kurt Wimmer als
Meister der Zwischentöne bekannt wurde, gegen totalitäres Denken und
Engstirnigkeit ankämpfte, sich vor raschen Festlegungen, einseitigen
Zuspitzungen und reißerischen Übertreibungen hütete und in
unzähligen Beiträgen mit seinem charakteristischen Stil Maßstäbe für
die Journalistik dieses Landes setzte. 1994 folgte Kurt Wimmer
schließlich Fritz Csoklich als Chefredakteur nach, 1997 beendete er
seine berufliche Karriere und wechselte in den Ruhestand.
|