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Berufsbild Journalistin

Ulrike Weiser

Worum geht es?
Recherchieren, analysieren, schreiben – und das Gespür für Themen. Als Zeitungsjournalistin arbeitet man inzwischen nicht nur für das Printprodukt, sondern crossmedial, also für Print und digital. Die täglichen Themen werden dabei einerseits durch den Takt der Ereignisse bestimmt, andererseits „kreiert" man sie selbst – z. B. in dem man einen Missstand aufdeckt, ein interessantes Interview führt oder eine gesellschaftspolitisch relevante Frage stellt (und gleich beantwortet). Das Themen-Setting ist insgesamt sehr wichtig. Denn dadurch, welche Schwerpunkte eine Zeitung setzt und wie man die Artikel – inhaltlich und optisch - aufbereitet, unterscheidet man sich von der Konkurrenz.

Welche Vorerfahrung / Ausbildung ist hilfreich?
Es gibt keine verbindliche Ausbildung für Journalisten. In der Regel haben aber viele ein Studium abgeschlossen oder zumindest eines angefangen. In der Redaktion der „Presse" beispielsweise reicht der Bogen der Fachrichtungen von Chemie über Philosophie bis hin zu Rechtswissenschaften. Der Vorteil dabei ist, dass man zumindest in einem Fachbereich (günstig: Wirtschaftswissenschaften) fundierte Kenntnisse besitzt. Das Journalismus-Handwerk selbst wird oft erst später bei diversen Jobs gelernt. Hier empfiehlt es sich, schon möglichst früh neben dem Studium Erfahrungen zu sammeln. Mittlerweile steht aber auch ein anderer, ebenfalls guter Weg der Ausbildung offen: Fachhochschulen für Journalismus bieten eine praxisnahe Ausbildung und zudem die Möglichkeit, schon während des Studiums Kontakte zu künftigen Arbeitgebern zu knüpfen.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?
Formell kann man aufsteigen, indem man organisatorische Verantwortung übernimmt: Man überwacht als Chef vom Dienst die tägliche Produktion oder leitet ein Ressort (z. B. Innenpolitik oder die Wirtschaft). An der Spitze der Redaktion, über allen Ressortchefs, steht der Chefredakteur bzw. die Chefredakteurin. Entwicklungsmöglichkeiten gibt es aber auch für jene, die keine organisatorische Verantwortung übernehmen wollen oder können, aber besonders gut schreiben oder recherchieren: Sie werden als Kommentatoren, investigative "Aufdecker" oder Experten der Zeitung bekannt und aufgebaut - wobei dieser Weg natürlich auch Leuten offen steht, die organisatorische Aufgaben inne haben. Im Ressort Außenpolitik besteht zudem die Möglichkeit, als Korrespondent für einige Zeit ins Ausland zu gehen.

Was ist das Besondere?
Das ist vermutlich für jeden Journalisten etwas anderes. Ein Reiz besteht sicher darin, dass man „Chronist des Zeitgeschehens" ist: Man erzählt die Gegenwart, versucht Ereignisse einzuordnen, zu analysieren, zu interpretieren. In diesem Kontext hat man das Privileg, mitunter sehr klugen, interessanten Menschen Fragen zu stellen. Zugegeben, die Umwälzungen im Mediengeschäft machen den Job derzeit herausfordernd, aber gleichzeitig waren die Zeiten selten so spannend wie jetzt.


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